Sanierungsexpertin Dr. Nicole Essiger-Munk, Politikwissenschaftlerin
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S A N I E R U N G

     

Fachbeitrag zur Wirtschaftslage der Nation und zur nachhaltgen Bekämpfung der Super-rezession.

Von Ernst Munk, Dubai / Bad Nauheim

english


Warum besteht die wichtigste nationale Aufgabe der deutschen Wirtschafts- und Finanzpolitik in der Umsetzung der seit 2004 entwickelten Insolvenzprophylaxe für Staat, Wirtschaft und Finanzen und wie könnte die Durchführung eines Masterplans zur Bekämpfung und Überwindung des Worldwide Economic Disaster aussehen?
 
     

 

 

Masterplan zur Sanierung der Weltwirtschaft
 
- Praxishandbuch zur Insolvenzprophylaxe
- Ausweg aus der Finanzkrise

von Ernst Munk, Dr. Nicole Essiger


ISBN 978-3-8349-2041-6

Inhaltsverzeichnis (Pdf)

Masterplan Sanierungsexperte Ernst Munk, Dubai
     

Sind wir bereits am Ende der Finanz- und Wirtschaftskrise angelangt? Nein!

Ist es bewundernswerter Mut? Oder verantwortungsloser Leichtsinn? Einige Stimmen in der unübersichtlichen Landschaft des deutschen Wirtschaftsjournalismus verkünden seit einigen Wochen das nahe Ende der Finanz- und Wirtschaftskrise, die mit dem Fall von Lehman Brothers im Oktober 2008 begann. Was ist von diesem Optimismus zu halten? Wer immer dem Volk weismachen will, dass das Schlimmste schon vorbei sei, spielt mit dem deutschen Volkswohlstand va banque. Denn die große Depression ist nicht im Abklingen begriffen. Im Gegenteil: der Crash nach dem Crash ist eher wahrscheinlich als die rasche Wiedergesundung der nationalen und der Weltwirtschaft. Deshalb hat Bundespräsident Horst Köhler recht, wenn er vor einem allzu sorglosen „geht alles weiter so“ eindringlich warnt – mehr noch: Das Volk und die Regierung müssen wissen und lernen, dass die Sicherung und die Verteidigung des Volkswohlstandes eine ganz neue Qualität in der Fähigkeit zur Fehleranalyse, zur Selbstkritik und zu schmerzhaften Einschnitten in das Althergebrachte erfordert und auch wesentlich mehr voraussetzt als den Abschied von der bisher gewohnten Verschwendung von Ressourcen, lieb gewonnenen, aber kostenträchtigen schlechten Gewohnheiten und einem Jahrmarkt teurer Eitelkeiten, die sich Deutschland, die USA, Europa und die westlich orientierten Industriestaaten seit Jahrzehnten leisten, insbesondere die milliardenschwere Subventionierung maroder veralteter Industrien und die Stützung von Sozialetats, die sonst nicht überlebensfähig wären.

Der Einbruch 2008/2009: Schlimmer als die Weltwirtschaftskrise von 1929.

Der Einbruch 2008/2009 stellt schon heute die Verwerfungen der Great Depression von 1929 in den Schatten. In Japan beträgt der Einbruch der Exportwirtschaft 54 %, in China 25 %, in Deutschland jetzt 21 %. Langsam dämmert es unseren Wirtschaftslenkern: Von dem Erreichen der Talsohle Ende 2009 kann keine Rede sein. Das Schlimmste kommt noch: Der Crash nach dem Crash. Deshalb ist die Vernichtung unvorstellbarer Kapitalsummen und daraus folgend die Verarmung verschiedener Bevölkerungsschichten oder sogar ganzer Nationen oder Wirtschaftsblöcke noch nicht der Endpunkt der Katastrophe.
 
Der Insolvenzvirus war seit mehr als einem Jahrzehnt bekannt: Dem Sachverständigenrat, der BaFin, der Bundesbank, der Bundesregierung: Alle wussten davon, aber keiner hatte den Mut zum Handeln.

Vor mehr als einem Jahrzehnt wurden die Ursachen der globalen Finanz- und Wirtschaftskatastrophe gelegt. Auch unsere Bundesregierung, die anderen G20-Nationen und deren Notenbanken waren Verursacher. Die Hauptschuld trägt die US-amerikanische Federal Reserve Bank of America. Die „Asset Backed Securities“, die Terminkontrakte, die „Subprime-Packages und die SWAPS waren die besonderen Derivatgeschäfte“, mit denen die US-Banken, besonders die sogenannten Big Five global Banking-Player, fast im Alleingang in einer selbst für Astronomen und Molekularbiologen schwer vorstellbaren Größenordnung schwunghaften Handel in E-Mail-Geschwindigkeit trieben. Doch auch deutsche Banken und Versicherungen standen nicht abseits: Die Zeiten des sogenannten „Neuen Marktes“, der T-Aktien-Emissionen, der Hype um die Heyde-Aktie in Bad Nauheim u.v.m., das alles liegt noch nicht so lange zurück. Mit Dr. Nicole Munks 2004 veröffentlichtem Buch „Insolvenzprophylaxe für Deutschland“ wurde erstmals ein Maßnahmenkatalog zur Bekämpfung des Insolvenzvirus aufgestellt und die schädlichen Mechanismen beschrieben, die die Säulen der deutschen Altersversorgung und des Volkswohlstands bereits massiv unterminiert hatten. Obwohl von dem Wissenschaftlichen Dienst des Deutschen Bundestages und von RISK NEWS, einem Fachmagazin für Risikomanagement im Oktoberheft 05/2004 ausdrücklich zum Studium und für die Diskussion der Wirtschaftslage Deutschlands empfohlen, waren weder die Bundesregierung noch die Konzernleitungen der Banken bereit, auch nur einen kleinen Schritt in die richtige Richtung zu unternehmen.

Unsere jahrelangen Warnungen vor dem Crash verhallten ungehört: Stattdessen wurde allzu bereitwillig dem Irrglauben der grenzenlosen Geldmengenausweitung gefolgt. Mehr als eine Billion Euro hätten für den deutschen Wirtschaftskreislauf gerettet werden können.

Im Rückblick zeigt sich heute, dass wir in vielen unserer Artikel, die wir ab dem Jahre 2000 u.a. auch in der Wetterau zum Fall der Telekom (T-Aktie) und der Heyde-Aktie, zu dem Aktienwahn des Neuen Marktes und zu der grundsätzlichen Unterkapitalisierung des Banken- und Versicherungssystems verfasst hatten, die Superrezession und ihre Mechanismen schon damals sehr genau beschrieben und vorausgesagt hatten. Weltweit wurden unvorstellbare 40 bis 57 Billionen US-$ vernichtet In Deutschland wurden seit der Herausgabe der Insolvenzprophylaxe für Deutschland (2004) mindestens eine Billion Euro an Liquidität trotz unserer ständigen Warnungen gegenüber der Bundesregierung, gegenüber den Banken und den Versicherungen vergeudet; eine Summe, die jetzt in äußerst schmerzhafter Weise im Wirtschaftskreislauf unserer Volkswirtschaft fehlt und die Hauptursache der sogenannte Kreditklemme ist. Das ist die Folge des großen Versagens der Bundesregierung, der Landesbanken, der BaFin, des Sachverständigenrates, der Bundesbank u.v.m. Die Milliardenkosten für die Bankenrettungspläne werden in Jahrzehnten noch nicht verkraftet sein und das unvorstellbare Ausmaß der Insolvenzwelle wird wichtige Teile der deutschen Volkswirtschaft für immer verschlingen, wenn nicht mit einer radikalen Rosskur begonnen wird: Sofort, vollständig, ohne Rücksicht auf Interessen von Verbänden, Lobbyisten u.v.m. Deshalb blieb gar keine andere Möglichkeit mehr, als die Fortsetzung zu der Insolvenzprophylaxe für Deutschland (2004), den Masterplan für die Weltwirtschaft (2010) zu schreiben.
 
 
 
 


 

 

 

 

 

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